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12.12.2018 – von Linus|

Mob Programming

Bei größeren Umsetzungen führen wir bei SH regelmäßig Mob Programming Sessions durch. Auf diese Weise werden alle beteiligten Teammitglieder berücksichtigt und aktiv in die Umsetzung miteinbezogen. Der Wissens-Transfer startet so direkt bei der Umsetzung, sodass zusätzliche Schulungen vermieden werden.

Was ist Mob Programming?

Ein Mob Programming Team besteht aus drei oder mehr Teammitgliedern, die zeitgleich an der gleichen Aufgabe arbeiten. Es geht nicht um ein normales Meeting, sondern um eine dauerhafte Arbeit, die zusammen durchgeführt wird. Für die Umsetzung wird lediglich eine einzelne Workstation benötigt, an der alle Entscheidungen durch- und ausgeführt werden. Der sogenannte Driver sitzt an der Tastatur und ist der einzige, der in dem Moment Code Zeilen schreiben darf. Die Navigatoren lenken bzw. steuern den Driver und diskutieren über alle Ideen und Vorschläge, die dann vom Driver umgesetzt werden. Jeder muss fahren! Alle 10 bis 15 min – Intervall sollte möglichst vor der Session festgelegt werden – gibt es einen Driverwechsel. Die einzige Voraussetzung für einen Driver-Seat ist, dass man eine Tastatur und eine Maus bedienen kann. Alles Weitere bekommt der Driver von den Navigatoren vorgegeben, sodass jeder Driver sein kann und keine Programmierkenntnisse vorausgesetzt werden. Die Teilnehmer sind entscheiden selbst, ob sie mitmachen möchten oder nicht. Wer weder etwas beitragen noch lernen möchte, hat die Verpflichtung sich still zu verhalten oder das Team zu verlassen.

Am besten führt man das Mob Programming an einem Beamer oder TV durch damit alle Mitglieder gute Sicht auf die Umsetzung haben. Im analytischen Denken sind Menschen nur ca. 100 Minuten gut, danach muss die Aufmerksamkeit umgelenkt werden, um die nächsten 100 Minuten wieder leistungsfähig zu sein. Es hat sich bewährt nach jeder Mob Programming Session kurz zu klären, was gut war und was bei der nächsten Session anders gemacht werden sollte, um die Zusammenarbeit beständig zu verbessern.
 

Vorteile des Mob Programming

Wie im Pair Programming gilt auch im Mob Programming, dass die Fehlerquote durch die Methode gesenkt werden soll. Durch das kontinuierliche Diskutieren soll die Codequalität gesteigert werden: Ideen werden erst dann umgesetzt, wenn alle Beteiligten einverstanden sind.

Zusammenwachsen über die Zusammenarbeit

Im Idealfall wächst das Team so ganz ohne zusätzliche Teambuilding-Aufgaben zusammen und lernt sich besser kennen. Auch Phasen der niedrigen Konzentration durchlaufen Teammitglieder in einem solchen Setting nämlich gemeinsam; durch den geteilten Arbeitsbereich kommen immer wieder auch kleine Gespräche abseits der Arbeit zustande. Niemand kann sich hinter seinem Bildschirm verstecken oder Kopfhörer aufsetzen, um die Kollegen auszublenden. Die Möglichkeit, auch auf diese Weise zu arbeiten, sollte allerdings immer vorhanden sein. Nicht jeder ist der Typ dafür acht Stunden am Tag konstant im engen Kontakt mit den Kollegen zu stehen. Und nicht jede Aufgabe erfordert das. Das temporäre Ausklinken aus dem Gruppenprozess sollte also möglich sein, vor allem wenn langfristig auf diese Weise gearbeitet wird.



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