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13.06.2019 – von Eike Eschmann|

The Google Cloudinitialization – Die Idee (1/3)

Teil 1: Die Idee

Warum überhaupt die Cloud?

Die SH Telekommunikation ist eines der bekanntesten Unternehmen im deutschen Telekommunikationsgeschäft und erwirtschaftete mit ihren verschiedenen Plattformen einen Jahresgesamtumsatz von mehr als 500 Millionen Euro im Jahr 2018. Um besser Herr über die Anzahl der Plattformen und den wachsenden Herausforderungen zu werden, wollen wir als Unternehmen unsere Plattformen möglichst automatisiert und mit wenig Aufwand monitoren und automatisieren. Dafür wollen wir alle Systeme auf eine Umgebung heben, auf der alle Plattformen im gleichen Stil bereitgestellt und laufen werden.

Viele unserer Plattformen werden bei unterschiedlichen Hostern betrieben und auf unterschiedliche Weisen bereit gestellt worden. Manche laufen mit PHP, manche in Java, manche laufen bereits in Docker Umgebungen, manche nativ in virtuellen Maschinen. So haben wir eine Vielfalt von Variationen, die alle abgedeckt werden müssen. Daraus entstehe der Nachteil, dass wir keinen konkreten Überblick haben, welche Plattformen in welchem Bereich uns wirklich kosten würden, da in der Vergangenheit viele Maschinen oftmals überprovisioniert bereit gestellt wurden und dadurch auch nicht die ganze Leistung ausgeschöpft wird.

Wir haben uns deshalb zum Ziel gesetzte, diese Prozesse zu vereinfachen und einen besseren Überblick zu bekommen. Dafür haben wir im ersten Schritt unsere Anforderungen bzw. Kriterien an die Umgebung definiert:

  • automatische Skalierung
  • Autohealing
  • Standardisierte IT Technologien (Kubernetes)
  • Preisgestaltung durch Pay-As-You-Go
  • und detailierte Auflistung von Traffic, Speicher und Ausgaben
  • Für die Zukunft rüsten


Daraufhin haben wir verschiedene Cloudanbieter miteinander verglichen und die Plattformen auch den eigenen Hostings gegenüber gestellt. Wir haben in etwa ausgerechnet, was uns die Komponenten, die bereits bei den anderen Hostern laufen haben, an Resourcen kosten und mit den Preisrechnern der Cloudanbieter die Preislisten berechnen lassen. Die Preisspanne war zwischen den Anbietern gar nicht mal so klein, sodass man je nach Wahl hätte ein paar tausend Euro pro Jahr sparen können. In der Gegenüberstellung zum eigenen Hosting bzw. dem managed Hosting lagen diese jedoch im gleichen Preissegment. Einen Vorteil sollte uns die Cloud dann doch bringen: Weg von dem Hosting-Chaos hin zu einer einheitlichen Umgebung mit einem interessanten und umfangreichen Technologiestack.
Für die Applikationen, die bei verschiedenen Hostern liefen, wurden natürlich auch Operator benötigt, die es letztendlich betrieben haben. Das sind die Kosten, die durch die Zusammenführung in eine einheitliche Umgebung schon etwas gedrückt werden können. Statt Operator für drei oder mehr Hoster zu bezahlen, können sich die Operator auf eine einheitliche Umgebung einstellen.
Ein weiteres Ziel, dass wir aktuell anstreben, sind unsere Applikationen einheitlich bereitzustellen. Alle Applikationen lassen sich im gleichen Stile deployen, alle lassen sich im gleichen Stil monitoren und logs auslesen, ohne dass man in verschiedenen Systemen suchen muss. Da wir nicht mehr auf unterschiedliche Arten unsere Applikationen deployen wollen, wurden die CI/CD Systeme bereits vereinheitlicht. Deployments sollen dann zukünftig einheitlich in die Cloud ausgerollt werden.

Aktuelle Infrastruktur

Um eine kleine Übersicht zu geben, was unsere Ausganssituation angeht, hier ein paar Impressionen aus unserer aktuellen Infrastrutkurlandschaft:

SH Telekommunikation – ursprüngliche Infrastrukturlandschaft

Teil 2 folgt….



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